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Technik

 

Die Auswahl des optimalen 4x4 Reifens


Reifen sind die wichtigsten Komponenten am Geländewagen, die für das Weiterkommen, Fahrvergnügen und für Ihre Sicherheit entscheidend sind.

Die Wahl der richtigen Bereifung hat beim Geländewagen einen viel größeren Einfluss auf das Fahrverhalten als beim PKW.

Bei Geländefahrzeugen mit Allradgetriebe ist es ratsam, alle 4 Reifen gleichzeitig zu wechseln, damit alle Räder den gleichen Umfang haben. Ansonsten kann es zu ernsthaften Getriebeschäden wegen unterschiedlichen Übersetzungsverhältnissen kommen.

 

 

   
         
- Unterschiedliche Kennzeichnungen bei identischen Reifengrößen
         
Numeric P oder LT Metric  High Flotation    
8R15 225/75R15 28x8,5R15    
9R15 235/75R15 30x9,5R15    
10R15 255/75R15 31x10,5R15    
  285/70R15 31x11,5R15    
11R15 325/60R15 32x11,5R15    
12R15   33x12,5R15    
600-16 175R16      
700-16 215/85R16      
750R16 235/85R16 32x9,5R16    
  225/75R16 28x9,5R16    
  245/75R16 31x9,5R16    
  265/75R16 32x10,5R16    
  285/75R16 33x11,5R16    
  305/70R16 33x12,5R16    
  315/75R16 35x12,5R16    
  375/5516 33x15,5R16    
  375/65R16 36x15,5R16    
  395/70R16 38x15,5R16    
  325/80R16 37x13,5R16    
  280/85R16 35x10,5R16    
         
  245/70R17 31x9,5R17    
  265/70R17 32x10,5R17    
  285/70R17 33x11,5R17    
  315/70R17 35x12,5R17    
  305/65R17 33x12,5R17    
         
  275/70R18 33x11,5R18    
  305/60R18 33x12,5R18    
  325/60R18 33x13,5R18    
  375/50R18 33x15,5R18    
  325/65R18 35x13,5R18    
  375/60R18 36x15,5R18    
  395/65R18 38x15,5R18    
  305/70R18 35x12,5R18    
  275/65R18 32x11,5R18    
         
  305/55R20 33x12,5R20    
  325/50R20 33x13,5R20

    

 

Die richtige Größe

 

Die Maße eines Reifens richten sich nach der Felgen- und Radkastengröße.

 

In der Zulassungsbescheinigung Ihres Fahrzeuges ist die Reifengröße abzulesen. Vermerkt sind der Querschnitt, die Reifenhöhe sowie der Durchmesser, beispielsweise 255/70R15. Ihr Autohändler kann Ihnen ebenfalls helfen und die zulässige maximale Größe der Reifen bestätigen. 

 

 

 

 

 

 

Das Profil

 

Für jedes Einsatzgebiet braucht es einen entsprechenden Reifen. Auswahlkriterium ist das Terrain, in dem Sie unterwegs sind: Sand, Fels, Gras, Acker, Matsch und/oder geteerte Straße, Sommer wie Winter im Mud-Terrain oder All-Terrain. Der prozentuale Anteil zwischen Asphaltstraße und Gelände sowie die Profilformgebung sind ausschlaggebend.

 

Es wird in folgende Reifenarten unterschieden:

 

  1. Street-Terrain (ST): sicheres, komfortables Fahren auf Teerstraße und befestigten Wegen.
  2. All-Terrain (AT): gemischten Einsatz, auf Teerstraße und leicht befahrbares Gelände.
  3. Mud-Terrain (MT): überwiegend schwerer Geländeeinsatz, feuchter Untergrund, wie Matsch und Schlamm, oder aber Geröll und Sand.
  4. Winterreifen (M+S): für winterliche und glatte Straßenverhältnisse.
  5. Spezialreifen:  für den 100-prozentigen Offroad-Einsatz im Motorsport in schwerstem Gelände; für Cross, Trial, Mud Bogging, Rock Crawling, Trophy.

 

Den perfekten Reifen für alle Straßen und alle Bedingungen gibt es nicht. Ein All-Terrain-Reifen ist ein guter Kompromiss. Aber bei anspruchsvollem Offroad-Einsatz kommt er schnell an seine Grenzen. Ein reiner Offroad-Reifen hingegen ist auf der geteerten Straße sehr tückisch. Er sollte „onroad“ nur bedingt und mit Vorsicht gefahren werden. Wir empfehlen deshalb zwei komplette Reifen-Sätze zu haben. Sie schonen damit ihre Reifen. Aber noch viel wichtiger, Sie fahren sicherer.

 

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Weitere Tipps zu Offroad-Reifen

 

            

 

Luftdruck

 

Ein falscher Luftdruck ist die häufigste Ursache für Reifenausfälle. So erwärmt sich beispielsweise der Reifen beim Fahren mit zu geringem Luftdruck und kann durch die entstandene Hitze im Inneren stark beschädigt werden. Dies kann bei hohen Geschwindigkeiten sogar zum Platzen des Reifens führen. Ist ein Reifen beschädigt, kann dies auch nicht durch nachträglich richtig eingestellten Luftdruck korrigiert werden. Zudem erhöht ein zu tiefer oder zu hoher Luftdruck den Reifenverschleiß überproportional.
Bei Fahrten im Gelände kann der Luftdruck gesenkt werden, um die Traktion zu erhöhen. Nach einer Geländefahrt ist es jedoch sehr wichtig, den Reifen wieder auf den korrekten Fülldruck aufzupumpen. Benutzen Sie ein Manometer für das Absenken und das anschließende Auffüllen. Daumen mal Pi hat schon zu vielen Überraschungen geführt!

 

- Im mittelschweren Gelände auf feuchtem oder trockenem Boden wird eine Absenkung von 10 % empfohlen.

                                                                                                                         

- Im Schlamm, Wasser oder Schnee kann noch mehr Luft abgelassen werden. Dies sollte nicht mehr als 30 % sein.


- Im Sand können Sie den Reifendruck bis auf 25 - 40 % senken.

 

Eine Absenkung von 50 % und mehr sollte generell vermieden werden. Die Traktion verschlechtert sich stark und der Reifen wird einer zu extremen Beanspruchung ausgesetzt.
Bei Fahrzeugen mit permanentem Allradbetrieb muss der Luftdruck so angepasst werden, dass der Reifenumfang hinten und vorne gleich ist, damit es zu keinen Übersetzungsunstimmigkeiten kommt. Das erleichtert die Schaltung des Zentraldifferentials, senkt den Spritverbrauch, den mechanischen Verschleiß und die Geräuschemission beträchtlich.

 

 

 

Reifen-Dimension

 

PKW-Reifen sind entsprechend der europäischen Vorschrift ECE-R 30 genormt. Dies gilt insbesondere für die Beschriftung der Reifenflanke. Sie gibt über die wichtigsten Daten des Reifens Auskunft. Die Norm verlangt auch die Angabe des Herstellernamen und Reifentyp.

 

Reifenbreite
Die Breite wird in Millimetern angegeben und steigt in 10er-Schritten. Die tatsächliche Breite weicht, bedingt durch die üblichen Fertigungstoleranzen, meist von den nominellen Angaben geringfügig ab und variiert von Hersteller zu Hersteller um wenige Millimeter. Außerdem ist sie abhängig von der Felgenbreite, auf welcher der Reifen montiert wird. Die Normung der Reifen erlaubt es, die meisten Reifen auf Felgen verschiedener Breiten zu montieren.
Höhen-Breiten-Verhältnis/Serie ....../50, /60, /70, /80 (4)
Hier geht es um das Verhältnis von Höhe zu Breite des Reifenquerschnittes in Prozent. Ein /50 bedeutet dann, dass die Reifenhöhe halb so groß ist wie die Reifenbreite. Mit "fallenden" Verhältnis-Zahlen wird die Reifenflanke immer niedriger.
Sonderfall: Bei Reifen der 80er-und /82er-Serie war früher die ".../80" in der Bezeichnung nicht üblich. Dementsprechend kann in älteren Fahrzeugpapieren "155R13" stehen. Doch eigentlich müsste es "155/80 R13" heißen.
Es gibt auch Reifen, bei denen die Reifenbreite und das Verhältnis in Zoll angegeben werden, wie beispielsweise 750x16. Es handelt sich hier um sehr schmale und sehr hohe Reifen. Sie sind daher sehr gut für den Offroad-Einsatz geeignet, da sie mit wenig Luftdruck gefahren werden können. Diese sind jedoch wegen ihrer eher schwachen Karkassen-Struktur selten geworden und nur mehr schwer zu bekommen.
Speziell amerikanische Reifen werden in Zoll ausgezeichnet. So steht  z. B. 31/10,50x15. Hier entspricht 31 die Höhe, 10,50 die Breite und 15 die Felgengröße.

 

Aquivalenztabelle

 

Reifenbauart
"R" steht für "Radial" (zusätzlich auch häufig ausgeschrieben). Es handelt sich um die heute übliche Bauart mit radial angeordneten Karkassen-Fäden. Bis in die 60-iger Jahre war der Diagonalreifen Standard. Sofern heute noch für Spezialfälle (z.B. Oldtimer) produziert, steht anstelle des "R" ein "D" oder auch Felgendurchmesser.
Der Felgendurchmesser wird diagonal von Felgenrand zu Felgenrand ermittelt. Das Maß wird meist in Zoll (") angegeben. Die gängigsten Maße reichen von 10" bis 20".

 

Tragfähigkeitskennziffer (Load Index LI)
Kennzahl für die Belastbarkeit des Reifens. Jedem LI-Wert wird, dargestellt in einer genormten Tabelle, eine bestimmte Belastbarkeit des Reifens bei einem vorgegebenen Luftdruck zugeordnet. Beispiel "85" = 515 kg. Die montierten Reifen müssen mindestens dem LI im Fahrzeugschein entsprechen. Höhere Werte des LI sind jedoch möglich. Zusatzangabe "Reinforced": (12) Bezeichnung an Reifen besonders hoher Tragfähigkeit (für Kleintransporter, Kleinbusse, Vans, Geländewagen... ). Ausschlaggebend ist aber auch hier die entsprechend hohe LI-Kennziffer.

 

Geschwindigkeitssymbol (GSY, auch "Speedindex")
Der Speedindex gibt die zulässige Höchstgeschwindigkeit des Reifens an.

 

Laufrichtungsbindung
Überwiegend an Reifen mit besonderer Profilgestaltung sind auf der Reifenflanke Bezeichnungen wie "Rotation", "Drehrichtung", "Direction" in Kombination mit einem Laufrichtungspfeil eingeprägt. Bei der Reifenmontage ist diese vorgegebene Lauf- oder Drehrichtung zu beachten.

 

Winterreifen und Ganzjahresreifen (M+S)

Spezielle Winterreifen besitzen mindestens die "M+S"-Kennzeichnung, meist jedoch ein Schneeflockensymbol. Diese speziellen Winterreifen haben eine besondere Gummimischung um eine möglichst gute Bodenhaftung bei Schnee und Eis zu gewährleisten. Ganzjahresreifen besitzen hingegen auch eine "M+S"-Kennzeichnung, jedoch ist deren Gummimischung für die Wetter- und Temperaturverhältnisse während des ganzen Jahres geeignet.

 

Prüfzeichen "E"
Das "ECE-Prüfzeichen" wird als E oder e dargestellt. Es bestätigt die Einhaltung der europäischen Norm ECE- R 30.


Aufbau eines 4x4 Reifens
Ein 4x4 Reifen unterscheidet sich beim Aufbau nicht von einem normalen PKW-Reifen. Bei den heute üblichen Fahrzeugreifen unterscheidet man folgende Konstruktionselemente:
a) Reifenwulst
b) Karkasse
c) Seitenwand
d) Laufstreifen

 

*a) Der Reifenwulst hat die Aufgabe, den festen Sitz des Reifens auf der Felge zu gewährleisten. Um eine Längenänderung des Reifens am Felgenumfang auszuschließen, sind im Wulst mehrere Drahtkerne eingearbeitet. Bei schlauchlosen Reifen dichtet der Reifenwulst zudem das eingeschlossene Luftvolumen gegen die Umgebung ab.
*b) Die Karkasse, gespannt durch den Innendruck, bildet das tragende Gerüst eines Reifens. Sie besteht aus mehreren Gewebeunterlagen, die ohne gegenseitige Berührung in Gummi eingebettet werden. Als Gewebematerialen verwendet man Kord, Kunstseide, Polyamidfasern und Stahl. Die Karkassenfestigkeit wird durch die Anzahl der Gewebeunterlagen bestimmt und durch die PR-Anzahl (Abkürzung für ply rating) angegeben, die nicht der tatsächlichen Lagenzahl entsprechen muss.
*c) Die Seitenwand mit Scheuerleisten wird als Gummiabdeckung der Karkasse vom Wulst zum Laufstreifen hin ausgeführt und soll die Gewebelagen vor Zerstörung durch äußere Einflüsse schützen.
*d) Der Laufstreifen umgibt die Karkasse an ihrem äußeren Umfang und stellt die kraft- bzw. formschlüssige Verbindung zwischen Fahrbahn und Reifen her. Nach dem jeweiligen Aufgabenbereich des Reifens werden Gummimischung und Profilierung des Laufstreifens ausgelegt.

 

 

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